Glaube und Gemeindeleben

Trutzhains Pfarrer

Seit den Jahren des Neubeginns nach dem Zweiten Weltkrieg haben katholische und evangelische Geistliche das kirchliche und gesellschaftliche Leben Trutzhains begleitet. Sie feierten Gottesdienste, spendeten Trost, begleiteten Familien und halfen mit, aus einem ehemaligen Lager einen neuen Heimatort mit lebendigen Gemeinden zu formen.

Die Geschichte der Pfarrer in Trutzhain ist eng mit der besonderen Entstehungsgeschichte des Ortes verbunden. Viele der hier lebenden Heimatvertriebenen brachten ihre religiösen Traditionen mit. Katholische und evangelische Gemeinden mussten sich zunächst unter einfachen Bedingungen organisieren, bevor eigene Kirchen und feste Gemeindestrukturen entstanden.

Die Pfarrer waren dabei weit mehr als Leiter von Gottesdiensten. Gerade in den Aufbaujahren waren sie Seelsorger, Ansprechpartner und Vermittler und prägten damit einen wichtigen Teil des sozialen Lebens. Diese Übersicht erinnert an die bislang nachweisbaren Geistlichen beider Konfessionen.

Katholische Kirchengemeinde

Katholische Pfarrer in Trutzhain

Die katholische Seelsorge begann 1948 in der Barackenkirche „Maria-Hilf“ und entwickelte sich über die selbstständige Pfarrkuratie bis zu den heutigen gemeinsamen Seelsorgestrukturen. Die Pfarrerfolge lässt sich inzwischen deutlich genauer belegen.

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Reinhard Mrasek

Herbst 1948–01.11.1955

Reinhard Mrasek übernahm im Herbst 1948 die katholische Seelsorge in Trutzhain. Unter ihm wurde die Barackenkapelle „Maria-Hilf“ eingerichtet und die Quinauer Wallfahrt eingeführt. Am 1. November 1955 verließ er Trutzhain und trat in die franziskanische Ordensgemeinschaft in Bad Soden-Salmünster ein.

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Kaplan Wiederhold

1955/56 · Vakanzvertretung

Nach dem Weggang Reinhard Mraseks überbrückte Kaplan Wiederhold aus St. Josef in Ziegenhain die kurze Vakanz der Trutzhainer Seelsorgestelle, bis 1956 ein neuer Pfarrkurat eingesetzt wurde.

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Karl Altmann

1956–07.10.1963

Karl Altmann, ein heimatvertriebener Priester aus dem Böhmerwald, übernahm 1956 die Leitung der Seelsorgestelle. Unter ihm wurden die Planungen für das neue Pfarrzentrum entscheidend vorangetrieben. Er starb am 7. Oktober 1963, kurz nach dem ersten Spatenstich für die neue Kirche.

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Paul Gray

07.12.1963–06.11.1973

Paul Gray wurde am 7. Dezember 1963 als Nachfolger Karl Altmanns eingeführt. In seine Amtszeit fielen die Einweihung der neuen Maria-Hilf-Kirche 1965 und die Erhebung der Seelsorgestelle zur selbstständigen Pfarrkuratie. Am 6. November 1973 verließ er Trutzhain.

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Manfred Buse

Sommer 1974–31.12.1997

Manfred Buse kam nach rund neunmonatiger Vakanz im Sommer 1974 nach Trutzhain. Erwachsenenbildung, Ökumene und eine intensive Gemeindearbeit wurden Schwerpunkte seiner langen Amtszeit. Am 31. Dezember 1997 ging er in den vorzeitigen Ruhestand, blieb aber in Trutzhain wohnen.

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Diethelm Vogel

1998–2009

Ab 1998 übernahm Diethelm Vogel aus der Nachbargemeinde St. Josef in Ziegenhain die Leitung der Kirchengemeinde Maria-Hilf als Daueradministrator. Damit begann eine Phase engerer gemeinsamer Betreuung der katholischen Gemeinden in Schwalmstadt.

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P. Piotr Pasko OMI

2009–31.07.2019

Pater Piotr Pasko OMI übernahm ab 2009 leitende Verantwortung für die katholischen Gemeinden in Schwalmstadt, darunter Maria-Hilf Trutzhain. Seine Amtszeit stand im Zeichen stärkerer Zusammenarbeit im Pastoralverbund und endete 2019.

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Jens Körber

01.08.2019–30.06.2025

Jens Körber wurde mit Wirkung vom 1. August 2019 als Administrator der Pfarrkuratie Maria-Hilf Trutzhain eingesetzt. Bis Ende Juni 2025 trug er die Verantwortung für die Gemeinde im Rahmen der gemeinsamen Schwalmstädter Seelsorgestrukturen.

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Peter Göb

seit 01.07.2025

Seit dem 1. Juli 2025 ist Peter Göb Administrator der Pfarrkuratie Maria-Hilf Trutzhain und zugleich für weitere katholische Gemeinden der Region verantwortlich.

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P. Aloysius Placian MSFS

seit 08.2025 · Seelsorger

Pater Aloysius Placian MSFS wirkt seit August 2025 als Seelsorger in den katholischen Gemeinden der Region und begleitet dabei auch die Gemeinde Maria-Hilf Trutzhain. Er ist nicht der Administrator der Pfarrkuratie, sondern Teil des gemeinsamen Seelsorgeteams.

Dokumentierte Übergangszeiten: Nach dem Weggang Reinhard Mraseks am 1. November 1955 bestand eine kurze Vakanz, die Kaplan Wiederhold aus Ziegenhain überbrückte. Nach dem Weggang Paul Grays am 6. November 1973 blieb die Stelle rund neun Monate vakant, bis Manfred Buse im Sommer 1974 nach Trutzhain kam.
Evangelische Kirchengemeinde

Evangelische Pfarrer in Trutzhain

Die evangelische Pfarrerfolge lässt sich heute deutlich vollständiger nachvollziehen. Seit der Flüchtlingsseelsorge Karl Sommerfeldts entwickelte sich die Gemeinde über die Pfarrstelle „Steinatal in Trutzhain“ bis zu den heutigen größeren kirchlichen Strukturen.

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Karl Sommerfeldt

1947–1967/68

Karl Sommerfeldt übernahm im April 1947 die Flüchtlingsseelsorge im Kirchenkreis Ziegenhain und wurde am 1. Mai 1949 Pfarrer in Trutzhain. Am 1. August 1965 ging er in den Ruhestand, versorgte die Gemeinde jedoch noch etwa zwei weitere Jahre.

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Georg Mäckel

01.08.1968–05.1974

Georg Mäckel wurde erster Inhaber der neu beschriebenen Pfarrstelle „Steinatal in Trutzhain“. Er nahm am 1. August 1968 seinen Dienst auf. In seine Amtszeit fielen der Bezug des Pfarrhauses 1969 und die weitere Festigung der Gemeinde.

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Horst Gesellensetter

01.1975–07.1983

Horst Gesellensetter zog zu Beginn des Jahres 1975 mit seiner Familie in das Trutzhainer Pfarrhaus und übernahm die pfarramtlichen Geschäfte. Unter ihm wurden Ökumene, Jungschar, Singkreis, Frauenkreis, Gemeindefahrten und weitere Formen des Gemeindelebens ausgebaut.

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Konrad Hammann

1984–1988*

Konrad Hammann trat Anfang 1984 in Trutzhain seine erste Pfarrstelle an und war zugleich im Bereich der Melanchthon-Schule Steinatal tätig. Die Trutzhain-Chronik nennt seinen Abschied im Januar 1988; andere biografische Angaben führen die Tätigkeit in Steinatal bis 1991.

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Klaus-Dieter Stephan

01.09.1991–31.01.1994

Klaus-Dieter Stephan übernahm am 1. September 1991 den pfarramtlichen Dienst in der Gemeinde Steinatal in Trutzhain. Seine Amtszeit endete am 31. Januar 1994.

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Sabine Georges

ab 09.1994 / seit 2020 erneut mitverantwortlich

Sabine Georges trat im September 1994 ihren Dienst in der Gemeinde Steinatal in Trutzhain an. Seit der Neuordnung der kirchlichen Strukturen ab 2020 trägt sie erneut gemeinsam Verantwortung für die pfarramtliche Betreuung des größeren Kirchspiels, zu dem Trutzhain gehört.

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Dr. Alwine Slenczka

2005–2014

Alwine Slenczka übernahm 2005 die Pfarrstelle Steinatal in Trutzhain. Ihre Tätigkeit gehörte zu einer Phase, in der Gemeinde- und Schulpfarrdienst weiterhin eng miteinander verbunden waren.

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Anke Breidenbach

2014–2020

Anke Breidenbach übernahm 2014 die Pfarrstelle Steinatal in Trutzhain. Bis 2020 begleitete sie die Gemeinde in einer Zeit zunehmender Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Gemeinden der Region.

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Daniel Richebächer

ab 2020

Daniel Richebächer trägt seit 2020 gemeinsam Verantwortung für die evangelische Betreuung im größeren Kirchspiel. Auch die Kirchengemeinde Steinatal in Trutzhain gehört zu seinem Arbeitsbereich.

Dokumentierte Übergangszeiten: Juni 1974 bis Januar 1975 war die Pfarrstelle vakant; die Vertretung übernahm Pfarrer Voss aus Niedergrenzebach. Von August bis Dezember 1983 sowie zwischen dem Abschied Konrad Hammanns und dem Dienstbeginn Klaus-Dieter Stephans bestanden weitere Vakanzzeiten. Von Februar bis August 1994 war die Stelle erneut unbesetzt.
Die evangelische Pfarrerchronik ist jetzt deutlich vollständiger. Die Reihenfolge ab 1968 ist durch die Trutzhain-Chronik weitgehend belegt. Beim Enddatum der Amtszeit Konrad Hammanns widersprechen sich die Quellen; dieser Punkt bleibt deshalb ausdrücklich gekennzeichnet.
Diese Übersicht wird fortlaufend ergänzt. Nicht zu allen Pfarrern sind vollständige Lebensläufe, Fotografien oder Dokumente erhalten. Historische Bilder, Erinnerungen, Dokumente und sachliche Korrekturen sind ausdrücklich willkommen.